Kleine Hunderassen: Übersicht und Kaufempfehlung

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Sie gelten als handlich, charmant und oft besonders anpassungsfähig. Doch auch kleine Hunde haben große Bedürfnisse: je nach Rasse variieren Charakter, Bewegungsdrang und Pflegeaufwand erheblich. In diesem Beitrag stellen wir dir eine Auswahl beliebter kleiner Hunderassen vor – inklusive Tipps, worauf du beim Kauf achten solltest und welche Rasse zu welchem Alltag passt.

Warum kleine Hunderassen so beliebt sind – Fakten statt Mythen

Kleine Hunderassen genießen große Beliebtheit – und das nicht ohne Grund. Oft wird angenommen, sie seien pflegeleicht, weniger anspruchsvoll und perfekt für Anfänger. Doch nicht alle diese Vorstellungen treffen zu.

Die wahre Beliebtheit kleiner Hunde liegt eher in praktischen Vorteilen:

  • Sie benötigen weniger Platz und lassen sich leichter in Wohnungen halten.
  • Ihr geringeres Gewicht macht Reisen, Tragen oder auch Tierarztbesuche unkomplizierter.
  • Viele kleine Rassen haben einen charmanten, menschenbezogenen Charakter und passen sich gut verschiedenen Lebenssituationen an.

Dennoch sind Mythen wie „Kleine Hunde brauchen kaum Auslauf“ oder „sind einfacher zu erziehen“ weit verbreitet – und oft falsch. Auch ein Chihuahua oder Zwergpudel braucht geistige Auslastung, Erziehung und konsequente Führung. Die Beliebtheit kleiner Hunderassen ist also durchaus nachvollziehbar, sollte aber nicht auf vereinfachten Vorstellungen beruhen. Wer sich bewusst informiert, findet im kleinen Hund einen großen Freund.

Kleine Hunderassen: Übersicht und Eigenschaften im Kurzporträt

Kleine Hunde erfreuen sich großer Beliebtheit – sei es als Stadthund, treuer Begleiter für Senioren oder quirliges Familienmitglied. Doch auch unter den kleinen Rassen gibt es große Unterschiede, was Temperament, Pflegeaufwand und Erziehungsbedarf betrifft. Damit Sie den passenden Vierbeiner für Ihren Alltag finden, stellen wir Ihnen einige bekannte kleine Hunderassen vor – inklusive kurzer Steckbriefe und wertvoller Tipps zur Haltung.

Beagle – Der fröhliche Familienhund mit Jagdtrieb

  • Sehr kinderfreundlich und menschenbezogen
  • Liebt Gesellschaft – kein Hund für Einzelhaltung
  • Bewegungsfreudig und ausdauernd
  • Teilweise eigensinnig, daher mit Konsequenz erziehbar
  • Verliert relativ viele Haare

Der Beagle gehört zu den beliebtesten kleinen bis mittelgroßen Hunderassen – und das aus gutem Grund. Er ist freundlich, verspielt und kommt sowohl mit Kindern als auch mit anderen Hunden meist hervorragend zurecht. Seine offene, kontaktfreudige Art macht ihn zu einem idealen Begleiter für aktive Familien, die viel Zeit mit ihrem Hund verbringen möchten.

Ursprünglich als Meutehund zur Jagd gezüchtet, besitzt der Beagle einen ausgeprägten Spürsinn und eine bemerkenswerte Ausdauer. Er liebt ausgedehnte Spaziergänge, Wanderungen und spannende Schnüffelspiele – Langeweile mag er gar nicht. Wird er nicht ausreichend ausgelastet, neigt er zu unerwünschtem Verhalten wie Bellen oder Heulen, insbesondere wenn er allein gelassen wird.

In der Erziehung zeigt sich der Beagle manchmal stur – klare Regeln und liebevolle Konsequenz sind hier der Schlüssel. Als Wachhund ist er nur bedingt geeignet: Zwar meldet er Fremde, zeigt dabei aber eher Neugier als Misstrauen.

Wer sich für einen Beagle entscheidet, bekommt einen lebhaften, herzlichen Gefährten, der viel Bewegung und Nähe braucht – und diese mit seiner fröhlichen Art hundertfach zurückgibt.

Weitere Infos zur Rasse finden Sie unter: www.hundebibel.de/beagle/

Wenn Sie sich einen Beagle anschaffen wollen, müssen Sie sich darüber im Klaren sein, dass er eines gar nicht leiden kann: alleine sein.(#01)

Wenn Sie sich einen Beagle anschaffen wollen, müssen Sie sich darüber im Klaren sein, dass er eines gar nicht leiden kann: alleine sein.(#01)

 

Yorkshire Terrier – Der kleine Charmeur mit großem Selbstbewusstsein

  • Lebt gerne in Familien mit älteren Kindern
  • Energiegeladen und verspielt
  • Mutig und aufmerksam
  • Mit Geduld erziehbar, aber oft eigenwillig
  • Verliert kaum Haare, ideal für Allergiker

Der Yorkshire Terrier gehört zu den bekanntesten kleinen Hunderassen – und das nicht ohne Grund. Trotz seiner geringen Größe zeigt er ein beeindruckendes Selbstvertrauen und einen starken Charakter. Seine Wurzeln als Rattenfänger in englischen Textilfabriken machen ihn bis heute zu einem wachsamen und lebhaften Begleiter. Nichts entgeht seinem scharfen Blick – oder besser gesagt: seinen aufmerksamen Ohren. Fremde, Tiere oder ungewohnte Geräusche werden meist lautstark kommentiert, was ihn zu einem zuverlässigen Wachhund im Mini-Format macht.

Doch hinter dem mutigen Auftreten steckt ein sensibler Hund, der enge Bindung zu seinen Menschen sucht und sich schnell langweilt, wenn er nicht ausgelastet ist. Der Yorkshire Terrier braucht Beschäftigung, Ansprache und – ganz wichtig – eine klare Erziehung. Denn so charmant er sein kann: Ohne Regeln neigt er dazu, seinen eigenen Kopf durchzusetzen.

Für Familien mit etwas älteren Kindern, die respektvoll mit Hunden umgehen können, ist der Yorkie ein toller Spielkamerad. Bei kleineren Kindern hingegen kann es schnell zu Missverständnissen kommen – der Yorkshire Terrier zeigt deutlich, wenn ihm etwas nicht passt, und schreckt dabei auch vor Schnappen nicht zurück.

Wer sich für einen Yorkshire Terrier entscheidet, bekommt einen anhänglichen, lebendigen und äußerst charakterstarken Vierbeiner – vorausgesetzt, man bringt Geduld, Konsequenz und viel Liebe mit.

Kinder sind beliebte Spielgefährten, aber erst ab einem bestimmten Alter. (#02)

Kinder sind beliebte Spielgefährten, aber erst ab einem bestimmten Alter. (#02)

 

Bichon Frise

  • Besonders kinderfreundlich und verspielt
  • Sanftmütig und ausgeglichen
  • Schnell lernend und aufmerksam
  • Leicht zu erziehen mit positiver Bestärkung
  • Geeignet für Allergiker, da kaum Haarverlust

Der Bichon Frise ist ein kleiner, fröhlicher Hund mit großem Charme und einem sonnigen Gemüt. Seine lebhafte, aber dennoch ausgeglichene Art macht ihn zu einem wunderbaren Begleiter für Familien, Paare oder Einzelpersonen. Besonders im Umgang mit Kindern zeigt er sich liebevoll, verspielt und geduldig – vorausgesetzt, man bringt ihm den nötigen Respekt entgegen.

Dank seiner Intelligenz lernt der Bichon Frise schnell neue Kommandos und kleine Kunststücke. Er liebt es, gefordert zu werden – sowohl körperlich als auch geistig. Allerdings reagiert er sehr sensibel auf scharfen Ton oder negative Erfahrungen. Konsequenz und liebevolle Anleitung sind deshalb essenziell für seine Erziehung.

Ein wichtiger Punkt bei dieser Rasse ist das starke Bedürfnis nach Nähe: Der Bichon Frise ist ein absoluter Menschenfreund und leidet spürbar, wenn er längere Zeit allein gelassen wird. Wer viel außer Haus ist oder keine Betreuung organisieren kann, sollte diese Rasse daher besser meiden.

Auch wenn sein Fell kaum haart, benötigt es regelmäßige Pflege, da es sonst leicht verfilzt. Im Gegenzug eignet er sich durch sein allergikerfreundliches Haarkleid hervorragend für empfindliche Personen.

Besondere Vorsicht ist im Welpenalter geboten: Der kleine Körper des Bichon Frise ist zunächst sehr zart und verletzungsanfällig. Deshalb sollte der liebevolle Umgang mit ihm – vor allem bei jüngeren Kindern – bewusst und behutsam vermittelt werden.

Wer bereit ist, dem Bichon Frise viel Zuwendung, Nähe und Aufmerksamkeit zu schenken, wird mit einem treuen, verspielten und gutmütigen Gefährten belohnt, der das Familienleben mit viel Freude bereichert.

Der Bichon Frise ist eine empfindliche kleine Hunderasse.(#03)

Der Bichon Frise ist eine empfindliche kleine Hunderasse.(#03)

 

Cavalier King Charles Spaniel

  • Liebt Kinder und sucht ständig Nähe
  • Sehr sanftmütig und ausgeglichen
  • Mag längere Spaziergänge, ohne übermäßig sportlich zu sein
  • Lernwillig und leicht zu erziehen
  • Verliert regelmäßig Haare, besonders in der Fellwechselzeit

Wer sich einen verschmusten, anhänglichen und liebevollen Begleiter wünscht, wird beim Cavalier King Charles Spaniel fündig. Diese kleine Hunderasse eignet sich ideal für Familien mit Kindern, Paare oder Einzelpersonen, die sich einen freundlichen Vierbeiner wünschen, der gerne überall dabei ist.

Sein freundliches Wesen zeigt sich nicht nur im Umgang mit Menschen, sondern auch mit anderen Tieren. In vielen Fällen versteht er sich sogar mit Katzen, wenn die Samtpfote das Zusammensein akzeptiert. Er liebt es, Teil des Familienlebens zu sein, und sollte möglichst nicht lange alleine gelassen werden – sonst leidet er seelisch.

Der Cavalier ist kein Kläffer, kein Kontrollfreak und ganz sicher kein Wachhund. Zu jedem Besucher – ob Freund oder Fremder – wird er freundlich Kontakt aufnehmen und sich Streicheleinheiten abholen. Genau diese liebevolle Gutmütigkeit macht ihn zu einem idealen Familienhund.

Sein langes, seidiges Fell erfordert regelmäßige Pflege, da es zu Verfilzungen neigt und deutlich haart. Wer mit etwas Putzaufwand und fliegenden Haaren leben kann, bekommt mit diesem Hund einen treuen Gefährten fürs Herz – charmant, anhänglich und voller Lebensfreude.

Für einen Wachhund ist der Cavalier King Charles Spanieler nämlich schlicht zu freundlich.(#04)

Für einen Wachhund ist der Cavalier King Charles Spanieler nämlich schlicht zu freundlich.(#04)

 

Zwergschnauzer

  • Familienfreundlich und kinderlieb
  • Aktiv und bewegungsfreudig
  • Selbstbewusst mit starkem Charakter
  • Lernbereit und gut erziehbar
  • Kaum Haarverlust – ideal für Allergiker

Der Zwergschnauzer zählt zu den weniger bekannten, aber ausgesprochen liebenswerten kleinen Hunderassen. Mit seiner lebhaften Art, seiner Intelligenz und seiner großen Menschenbezogenheit ist er ein idealer Begleiter für aktive Familien – vor allem dann, wenn Kinder im Haushalt leben.

Er liebt es, Teil des Geschehens zu sein und zeigt eine natürliche Neigung, im Mittelpunkt zu stehen. Dabei sucht er sich häufig eine Bezugsperson aus, der er sich besonders eng anschließt – ohne jedoch die anderen Familienmitglieder zu vernachlässigen.

Typisch für viele kleine Hunde bringt auch der Zwergschnauzer eine Portion Eigenwilligkeit mit. Seine starke Persönlichkeit macht ihn nicht immer einfach, aber mit klarer Führung, Geduld und Konsequenz lässt er sich sehr gut erziehen. Besonders sein wachsames Wesen kommt hier zum Tragen: Er schlägt zuverlässig an, wenn sich etwas Ungewöhnliches in seiner Umgebung tut – mit überraschend kräftiger Stimme für seine Größe.

Sein Energielevel ist beachtlich, weshalb er täglich ausreichend Bewegung braucht. Lange Spaziergänge, spielerische Beschäftigung und geistige Auslastung sind für ihn unverzichtbar – sonst kann er schnell unausgeglichen reagieren. Ein echter Pluspunkt: Der Zwergschnauzer haart kaum und gilt als besonders pflegeleicht, was ihn auch für Allergiker interessant macht.

Insgesamt ist dieser kleine Charmeur ein treuer, aktiver und wachsamer Gefährte mit viel Herz und Charakter.

Ungemütlich kann Ihnen der Zwergschnauzer auch dann werden, wenn er nicht genug Auslauf bekommt.(#05)

Ungemütlich kann Ihnen der Zwergschnauzer auch dann werden, wenn er nicht genug Auslauf bekommt.(#05)

 

Mops – Der charismatische Begleiter mit großem Herzen

Der Mops gehört zu den beliebtesten kleinen Hunderassen – und das nicht ohne Grund. Sein markantes, faltiges Gesicht und die runde Statur verleihen ihm ein unverwechselbares Aussehen. Doch hinter dem charmant mürrisch wirkenden Blick verbirgt sich ein liebevoller, anhänglicher und oft sehr verspielter Charakter.

  • Sehr menschenbezogen und verschmust
  • Gut geeignet für Familien mit Kindern
  • Ruhiges Wesen, aber mit verspielter Ader
  • Neigt zu Eifersucht bei mangelnder Aufmerksamkeit
  • Hohe Futterleidenschaft mit Tendenz zu Übergewicht
  • Erhöhte Geräusche beim Atmen durch kurze Schnauze
  • Stark haarend trotz kurzem Fell
  • Nicht besonders lernfreudig, aber charmant dickköpfig

Der Mops liebt die Nähe zu seinen Menschen und möchte am liebsten immer dabei sein – sei es beim Kuscheln auf dem Sofa oder bei gemütlichen Spaziergängen. Trotz seiner eher gemütlichen Art braucht er tägliche Bewegung und geistige Beschäftigung, um fit und ausgeglichen zu bleiben. Besonders in Haushalten mit Kindern fühlt er sich wohl, denn er lässt sich gern bespielen und genießt jede Streicheleinheit.

Allerdings hat diese Rasse auch ihre Eigenheiten: Mopshunde sind nicht besonders leicht zu erziehen und folgen oft lieber ihrem eigenen Kopf als strengen Befehlen. Mit liebevoller Konsequenz und Humor kommt man jedoch meist weiter als mit Druck.

Ein wichtiger Punkt ist die Gesundheit: Aufgrund der kurzen Schnauze neigen Möpse zu Atemproblemen, schnarchen häufig und vertragen große körperliche Anstrengung nur bedingt. Zudem bringt ihre Vorliebe für Futter die Gefahr von Übergewicht mit sich – hier ist eine konsequente Kontrolle der Futtermenge notwendig.

Wer sich auf die besonderen Bedürfnisse dieser kleinen Rasse einstellt, bekommt mit dem Mops jedoch einen treuen, fröhlichen und äußerst unterhaltsamen Lebensgefährten.

Fast genauso wie seine Menschen liebt dieser kleine Hund das Fressen.(#06)

Fast genauso wie seine Menschen liebt dieser kleine Hund das Fressen.(#06)

 

Shih-Tzu – Der charmante Familienhund mit eigenem Kopf

Der Shih-Tzu zählt zu den bekanntesten kleinen Hunderassen – und das nicht ohne Grund. Mit seinem freundlichen Wesen, seiner verspielten Art und seinem auffälligen Fell erobert er schnell die Herzen seiner Menschen. Er eignet sich besonders für Familien, Senioren oder Einzelpersonen, die sich einen anhänglichen und liebevollen Begleiter wünschen.

  • Kinderfreundlich: Der Shih-Tzu ist sanft im Umgang und zeigt Geduld im Zusammensein mit Kindern.
  • Verspielt: Er liebt es, mit seinen Menschen zu spielen und sucht immer wieder nach neuen Reizen und Beschäftigungen.
  • Aufmerksamkeitsliebend: Der kleine Hund braucht viel Nähe und fühlt sich nur wohl, wenn er in das Familienleben eingebunden ist.
  • Erziehung mit Geduld: Aufgrund seines eigenwilligen Charakters kann das Training etwas länger dauern – Konsequenz und Geduld sind hier gefragt.
  • Kaum haarend: Das lange Fell haart wenig, muss aber regelmäßig gebürstet und gepflegt werden, um Verfilzungen zu vermeiden.

Trotz seiner vielen positiven Eigenschaften ist der Shih-Tzu kein Hund für jeden. Wer ihm nicht genug Zuwendung schenkt oder ihn dauerhaft alleine lässt, wird schnell merken, wie sensibel er reagiert. In solchen Fällen kann er eifersüchtig werden oder sich zurückziehen – manchmal zeigt er dann sogar unerwünschtes Verhalten.

Im Umgang mit Menschen ist er freundlich und unkompliziert. Auch Fremden begegnet er meist offen – weshalb er sich nicht wirklich als Wachhund eignet. Mit anderen Haustieren kommt er grundsätzlich gut klar, solange er sich nicht vernachlässigt fühlt.

Ein großer Vorteil: Der Shih-Tzu ist sehr anpassungsfähig. Er fühlt sich sowohl in einer Stadtwohnung als auch in einem Haus mit Garten wohl – Hauptsache, er ist nah bei seinen Menschen. Wer also einen kleinen, anhänglichen Hund sucht, der trotz gelegentlicher Sturheit das Herz am rechten Fleck hat, trifft mit dem Shih-Tzu eine gute Wahl.

Da der Shih-Tzu einen starken Spieltrieb besitzt, will er beschäftigt werden. (#07)

Da der Shih-Tzu einen starken Spieltrieb besitzt, will er beschäftigt werden. (#07)

 

Shetland Sheepdog – Der wachsame Familienfreund

Der Shetland Sheepdog, oft liebevoll „Sheltie“ genannt, erinnert optisch stark an eine kleinere Variante des Collies – mit langem Fell, wachem Blick und einem besonders treuen Wesen. Ursprünglich stammt die Rasse von den Shetland-Inseln, wo sie als Hütehund gezüchtet wurde. Dort bewachte sie nicht nur Vieh, sondern auch Haus und Hof – eine Aufgabe, die bis heute in ihrem Verhalten spürbar ist.

Diese Hunderasse eignet sich hervorragend für Familien mit Kindern und aktive Menschen, die viel Zeit im Freien verbringen. Durch seine hohe Intelligenz und Menschenbezogenheit lernt der Sheltie schnell und arbeitet gern mit.

  • Sehr freundlich im Umgang mit Kindern – ideal als Familienhund
  • Ausgesprochen folgsam und leicht erziehbar
  • Liebt geistige Herausforderungen und ist schnell für neue Kommandos zu begeistern
  • Fremden gegenüber anfangs zurückhaltend und wachsam – guter Schutzinstinkt
  • Zeigt gelegentlich Eifersucht gegenüber anderen Tieren im Haushalt
  • Benötigt viel Bewegung, Spiel und Beschäftigung
  • Hat ein dichtes, langes Fell und neigt stark zum Haaren – regelmäßige Fellpflege ist Pflicht

Wer sich für einen Shetland Sheepdog entscheidet, bekommt einen anhänglichen und lebhaften Begleiter, der viel Aufmerksamkeit und Auslastung braucht – sowohl körperlich als auch geistig. Mit der richtigen Haltung und Zuwendung entwickelt er sich zu einem loyalen, liebevollen Familienmitglied.

Der Shetland Sheepdog sieht aus wie eine Miniaturausgabe des etwas größeren Collies.(#08)

Der Shetland Sheepdog sieht aus wie eine Miniaturausgabe des etwas größeren Collies.(#08)

 

Malteser – Charmanter Begleiter mit Charakter

Der Malteser gehört zu den beliebtesten kleinen Hunderassen – nicht nur wegen seines eleganten Aussehens, sondern vor allem wegen seines lebhaften Wesens. Trotz seiner geringen Größe bringt er viel Temperament mit und weiß ganz genau, was er will.

  • Ideal für Familien mit Kindern, da er verspielt und geduldig ist
  • Zeigt ein selbstsicheres Auftreten gegenüber Menschen und anderen Tieren
  • Gilt als sehr menschenbezogen und sucht ständig Nähe und Aufmerksamkeit
  • Kann stur und schwer erziehbar sein – Konsequenz ist gefragt
  • Verliert kaum Haare und eignet sich daher gut für Allergiker

Trotz seiner freundlichen Art ist der Malteser alles andere als ein „Schoßhund ohne Anspruch“. Er liebt es, bei seinem Menschen zu sein, und braucht viel Zuwendung. Wird er ignoriert oder fühlt sich allein gelassen, kann er lautstark protestieren. Frühzeitige Erziehung ist daher besonders wichtig, um unerwünschtes Verhalten – wie ständiges Bellen – in den Griff zu bekommen.

Wer sich für einen Malteser entscheidet, sollte bereit sein, Zeit, Geduld und Liebe zu investieren. Denn so süß und charmant er auch ist – er braucht klare Regeln, um sich in seinem Zuhause wohlzufühlen. Für Anfänger ist die Rasse nur bedingt geeignet, für engagierte Hundehalter aber ein treuer Freund fürs Leben.

Weitere Details zur Haltung, Pflege und dem Wesen des Maltesers findest du unter: hundebibel.de/malteser-charakter-haltung-pflege

Fazit: Kleine Hunde – große Verantwortung

Kleine Hunderassen mögen auf den ersten Blick pflegeleichter wirken, doch der Eindruck täuscht oft. Auch ein kleiner Hund bringt Bedürfnisse, Temperament und Erziehungsaufwand mit sich – manchmal sogar mehr als ein großer. Wer sich für einen kleinen Vierbeiner entscheidet, sollte sich bewusst machen, dass Größe nichts über den Charakter oder den Anspruch an Beschäftigung und Pflege aussagt.

Viele kleine Hunde sind sehr aktiv, wachsam und brauchen geistige Auslastung sowie eine konsequente, liebevolle Erziehung. Gerade weil sie oft unterschätzt werden, entwickeln manche Rassen schnell unerwünschtes Verhalten wie Bellen, Eigensinn oder Trennungsangst.

Eine fundierte Kaufentscheidung sollte also nicht aus einem spontanen „Niedlichkeitsfaktor“ heraus getroffen werden, sondern auf Basis von Rassemerkmalen, Zeitbudget, Lebensstil und persönlicher Erfahrung. Wer bereit ist, sich ernsthaft mit den Bedürfnissen der jeweiligen Hunderasse auseinanderzusetzen, wird in einem kleinen Hund einen treuen und glücklichen Begleiter finden – mit genauso viel Herz wie ein großer.


Bildnachweis:© Shutterstock – Titelbild:Susan Schmit – #01:kavalenkava – #02:Mr. SUTTIPON YAKHAM – #03:Vladimir Nenez – #04:Mikkel Bigandt – #05:Labrador Photo Video – #06:Ezzolo -#07: Anna Goroshnikova – #08:Eudyptula

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